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Donnerstag, 20. Juni 2013
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Chemnitz, 26.05.2012

Pfingsten

Von Astrid Kühme

Einander verstehen

Warme Sonnenstrahlen versprechen, es wird ein schöner Tag werden. Nach dem Frühstück werden die Räder aus der Garage geholt und dann brechen wir auf ins Grüne, Richtung Rabensteiner Wald. Ein sanfter Fahrtwind streift das Gesicht, Birken tragen ihr grünes Kleid, Pfingstrosen und Holunderbäume blühen, ihr Duft berauscht und erfüllt die Atmosphäre. In solchen Momenten atmet die Seele auf und leicht kommt mir ein Lobgesang über die Lippen: "Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen. Erzählen will ich von all seinen Wundern..." (Evangelisches Gesangbuch 272).


Es ist kein Zufall, dass wir Pfingsten in dieser Jahreszeit des Maiengrüns feiern. Pfingsten ist ein durch und durch positives und kraftvolles Fest! Der Geist Gottes, dem dieses Fest gilt, verströmt Leben in Fülle. Die Natur ist ein aufblühendes und hervorbrechendes Zeichen solchen Lebens. Gottes Heiliger Geist gibt Gewissheit auf dem Weg des Glaubens. Er weist der Kirche den Weg. Er weitet den Blick über den Horizont des eigenen Lebens hinaus. Die Ausgießung des Heiligen Geistes ist die Geburtsstunde der christlichen Kirche (Apostelgeschichte 2, 1-18). Die Menschen, die am Pfingsttag zusammenkamen, erlebten das Wunder der Begeisterung. Obwohl sie verschiedener Nationalität und Sprache waren, bewirkte Gottes Heiliger Geist in ihnen ein gegenseitiges Verstehen.


Einander verstehen, den anderen bei aller Verschiedenheit zu respektieren, auch einmal die eigene Position zu verlassen, um sich in die andere einzufühlen und hineinzudenken - das sind oft keine leichten Schritte. Das Verbindende bei allem Trennenden im Blick zu behalten, erfordert im Umgang miteinander, ob in unseren Familien, in unserer Gemeinde oder in der Gesellschaft enorm viel Mut und Toleranz. Mitunter ist das eine schwere Aufgabe, wenn es konkret wird. Gott hat uns aber zu Pfingsten seinen Geist geschenkt, der uns verbindet und neue Lebensmöglichkeiten schafft.


Öffnen wir uns Gottes Geist im Festgottesdienst am Pfingstsonntag, öffnen wir uns neuen Begegnungen und bleiben wir offen für die Wunder Gottes, wenn dann wieder Alltag einkehrt.


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