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Sonnabend, 18. November 2017
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Chemnitz, 08.09.2017

Die Letzten zuerst!

Von Daniel Förster

Monatsspruch für September 2017:


Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.


Lukasevangelium 13,30



 

"Den Letzten beißen die Hunde", sagt eine Redewen-dung. Die Letzten sind meistens die Verlierer, mit ihnen gibt sich keiner gerne ab. Mit Beklemmung denke ich noch daran, wenn im Sportunterricht die Mannschaften gewählt wurden. Nur nicht bis zuletzt stehen bleiben - wie peinlich! "Ihr seid das Letzte", rufen sich Menschen zu, die sich beleidigen wollen. Viele Menschen fühlen sich heutzutage wie die Letzten. Die Jugendlichen in den Vororten von Paris, die vor einigen Jahren durch Randale auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht haben, werden als "verlorene Generation" bezeichnet. Sie haben keine Chance mehr auf ein "normales" Leben, bei dem sie selbstverantwortlich für ihren Unterhalt sorgen könnten. Sie sehen sich selbst so und werden so gesehen.



"Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.", sagt Jesus. (Lukas 13,30; Monatsspruch für September) Damit verklärt Jesus nicht die Verlierer oder erklärt es zur Tugend, der Letzte zu sein. Aber er streicht die Maßstäbe durch, die wir gern bei uns oder bei anderen anlegen. Gott bewertet anders, er wertet unsere Werte um. Bei ihm haben die Letzten wieder eine Chance und sind nicht auf Versagen festgelegt. Bei ihm bekommen die, die gern übersehen werden, wieder Ansehen und Würde. Und Menschen, die daran glauben, dass sie Ansehen und Würde haben, entwickeln Selbstvertrauen, entdecken ihre Gaben und lernen, Verantwortung zu übernehmen.



Und die Siegertypen, die vor Selbstbewusstsein nur so strotzen? Die warnt Jesus vor zu viel Selbstsicherheit und vor Überheblichkeit den vermeintlichen Verlierern gegenüber. Seinen provozierenden Satz sagte Jesus zu denen, die sich sehr sicher waren, einen Platz im Reich Gottes zu haben. Ihre Herkunft aus dem Volk Gottes oder ihre scheinbare Rechtschaffenheit ließ sie so denken. "Achtung!", sagt Jesus. Gott sieht den Menschen und er sieht sein Herz. Er achtet darauf, dass Menschen ihm vertrauen und barmherzig mit ihren Mitmenschen umgehen. Wer andere abschreibt, sie als "die Letzten" abstempelt, muss daher aufpassen, dass er am Ende nicht selbst als Letzter dasteht.



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