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Mittwoch, 22. Mai 2013
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Kapitelübersicht : Osterfeuer   Auferstehungsandacht

Die Auferstehungsandacht beginnt in der Regel eine Stunde vor Sonnenaufgang. Die Kirche ist finster, aber festlich geschmückt: Auf dem Altar, im Altarraum und im Kirchenschiff (möglicherweise in den Bankreihen) sind viele Kerzen aufegstellt. Auf dem Taufstein liegt ein Kranz aus Immergrün und Himmelsschlüsselblumen oder "Osterglocken" (Narzissen). Der Osterleuchter steht neben dem Altar oder dem Taufstein oder dem Lesepult.
Zur Auferstehungsandacht rufen keine Glocken. Die Orgel schweigt am Anfang. Die Osternachtfeier beginnt mit dem Entzünden und Hereintragen der Osterkerze in die dunkle Kirche und dem dreimaligen Ruf "Christus ist das Licht! Gott sei ewig Dank!" Dann wird die Osterkerze auf den Osterleuchter gesetzt und von hier aus werden alle anderen Kerzen entzündet.
Erst nach der Lesung der Ostergeschichte und dem dreimaligen Ruf "Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!" setzt die Orgel ein und begleitet nun - mit dem Posaunenchor zusammen - die Gemeinde beim ältesten Osterlied "Christ ist auferstanden" (EG 99).
Zum Schluss der Osternachtfeier läuten die Glocken eine Stunde lang und rufen auf ihre Weise die Botschaft von der Auferweckung Jesu Christi von den Toten übers Land. An die gottesdienstliche Feierstunde schließt sich ein Osterfrühstück an, das für die in der Osternacht Getauften zugleich die Feier ihres Tauftages ist.
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Dieses Begriffslexikon basiert auf dem Buch Kreuz und quer durchs Kirchenschiff von Ernst Scheibe (ISBN 3-374-01709-6).

Die elektronische Verwendung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Evangelischen Verlagsanstalt GmbH, Leipzig.