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Chemnitz, 13.11.2012

Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Am Freitag Vormittag gedachten die Chemnitzer am ehemaligen Standort der Synagoge den Opfern der Reichspogromnacht und der Judenverfolgung.

An der 1988 vom Chemnitzer Bildhauer Volker Beyer geschaffenen Stele, wurden Kränze und Blumen niedergelegt.

Kranzniederlegung 

In ihrer Gedenkansprache sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, dass sich so etwas nie wiederholen darf und dass man gegen das Aufkeimen Neonazistischer Bewegungen kämpfen muss. Nie dürfen wir vergessen, was in der Zeit des Nationalsozialismus an Verbrechen geschehen sind. Dr. Ruth Röcher erzählte in Ihren Ausführungen, dass sich noch heute - viele Jahre nach Kriegsende, Nachfahren von Chemnitzer Juden bei ihr melden, um etwas über ihre Angehörigen zu erfahren.

Ansprache_OB 

Zum Abschluss des Gedenkens trug Kantor Alexander Saharenko das „El male rachamim“ und das traditionelle Kaddisch, das Totengebet vor.

Am Abend hatte das Evangelische Forum in die St. Jakobikirche zum Gedenkgebet eingeladen. Im Besonderen wurde dem Jüdischen Arzt Janusz Korczak gedacht, der als Leiter des Jüdischen Kinderheimes in Warschau tätig war. Als die Kinder ins Vernichtungslager Treblinka gebracht wurden, wollte er sie nicht allein lassen und ging mit ihnen in den Tod.

Gedenkgebet 

Im Anschluss an das Gedenkgebet ging es noch einmal zur Stele am Stephansplatz, wo jeder eine weiße Rose niederlegte.

Stele_Abend

 

Stele_Abend_1

Fotos: Petra Habelt

Autor: Petra Habelt

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