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Chemnitz, 23.10.2017

Luther

Hauptperson in einem Pop-Oratorium

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Die Zahl der Kirchenbesucher stand der von Heiligabend nicht nach: Bis unter die Decke war das Eubaer Gotteshaus mit seinen zwei Emporen gefüllt, als dort am 22. Oktober ab 15:00 Uhr das Pop-Oratorium "Luther" von Michael Kunze und Dieter Falk zu erleben war. Und als die vielen Menschen nach knapp zwei Stunden herauskamen, standen schon diejenigen in Schlange vor der Tür, die Karten für die zweite Aufführung gekauft hatten. Es ist anzunehmen, dass das am 29. Oktober in Limbach-Oberfrohna nicht anders sein wird, wenn in der dortigen Lutherkirche das Werk nochmals zweimal hintereinander erklingt (16:00 Uhr und 19:00 Uhr).

Ca. 150 Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten haben während der letzten zwölf Monate intensiv geprobt, so dass sie dieses Oratorium in beeindruckender Weise zu Gehör bringen konnten. Doch nicht nur das Gehör war gefragt. Lichteffekte, darstellerische Gesten und manchmal auch aufsteigender Nebel trugen ebenfalls zur Beeindruckung bei.

Die Person Martin Luther wird im Zusammenhang mit dem Reichstag im Worms beleuchtet. Dort sollte der Mönch und Theologieprofessor aus Wittenberg vor Kaiser und Fürsten Aussagen seiner Schriften widerrufen, was er jedoch nicht tat. In diesem Zusammenhang wirft das Werk auch Schlaglichter auf weitere Daten in Luthers Biografie. Einige Überschriften der insgesamt zwanzig Gesänge machen das deutlich: Ablass, Luthers Hammerschläge , das heilige Geschäft, Flucht und Zuflucht ...

Das Pop-Oratorium "Luther" wurde und wird in diesem Reformations-Jubiläumsjahr in Deutschland sicher mancherorts einstudiert und aufgeführt. In der hiesigen Region sind es die Ev.-Luth. Kirchgemeinden Chemnitz-Euba und Limbach-Oberfrohna, die es in Zusammenarbeit mit dem VOICEPOINT-CHOIR und der Band YELLOWTUNE unter der musikalischen Gesamtchorleitung von Kirchenmusiker Johannes Baldauf als ein großartiges Musikprojekt in die Tat umgesetzt haben. Die meisten der über 200 beteiligten Personen wirken daran eherenamltlich mit.


Autor: Stephan Brenner

(Quelle: Kirchenbezirk Chemnitz)

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