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Chemnitz, 20.12.2017

HAUPTSACHE IST ...

Von Ingrid Misselwitz

Weihanchten...ja, was ist denn die Hauptsache? Was ist die Hauptsache im Alltag, in unseren Beziehungen, im Leben? „Hauptsache gesund“ habe ich in letzter Zeit sehr oft gehört. Aber was ist, wenn wir doch krank werden? Bricht uns dann die Hauptsache weg und das Leben hat keinen Sinn mehr? Ist die Hauptsache Geld, Familie, Besitz, Schönheit...? Das Alles kann uns verloren gehen. Was dann?

Zu Weihnachten ist die Haupt-sache für die Süßwarenindustrie sicher eine andere als für ein Kind. Aber was ist mit den Kindern, die nie ein Geschenk bekommen, ja, die nicht einmal genug zu essen haben...

Was wäre mir die Hauptsache? Fragen wir doch alle einmal uns selber. Ich fange bei mir an, was die Hauptsache für Sie ist, weiß ich ja nicht. Was wäre, wenn ich niemanden hätte, der mir etwas schenken würde oder dem ich etwas schenken könnte. Ehrlich gesagt habe ich beides sehr gern - beschenkt werden und schenken. Aber wenn das wegfiele? Was bliebe dann? Wenn ich für niemanden den Tisch decken könnte und auch keiner mich an seinen Tisch holt. Wenn ich allein auf dieser Welt wäre, zu arm, um Weihnachten zu feiern, zu allein, um jemanden zu beschenken...

Es ist schwer, sich das vorzustellen. Ich liebe die Rituale zu Weihnachten, das Krippenspiel, das Singen, den Baum, den Stollen... und eben auch die Geschenke. Was wäre ohne das alles?

Ich hoffe, wenn ich wirklich einmal in so eine Lage kommen sollte, dass dann bei mir die Hauptsache die Hauptsache bleibt. Denn all die Äußerlichkeiten brechen uns doch früher oder später einmal weg. Was dann? Dann bleibt das Kind. Dieses Kind, das die Welt verändert hat, das den Tod besiegt hat, das mir zur Seite steht bis an mein Ende. Das mich bedingungslos liebt. Ich muss nur kommen und mich lieben lassen. Es ist für mich immer wieder das größte Geschenk und ein Wunder, dass dieses Kind, das die Welt in der Hand hält, auch für mich kleinen Menschen da ist. Dass es mir den Weg zum Vater geebnet hat.

Auf dem Bild wird die kleine Familie fast von „Weihnachtszubehör“ erschlagen. Aber - es bleibt eine Lücke. Das Kind und der Mann, der es später geworden ist, ist nicht weg zu bringen aus dieser trostlosen Welt. Jesus hat den Tod besiegt, die Sinnlosigkeit, die Hoffnungslosigkeit. Ich habe die Hoffnung, damit leben und auch einmal sterben zu können. Das wünsche ich jedem.


Gesegnete Weihnachten uns Allen!


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