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Chemnitz, 21.04.2004

Wir stellen vor:

Ev.-Luth. Jakobi-Johannis-Gemeinde

Das Gebiet unserer Kirchgemeinde steht auf geschichtsträchtigem Boden. Es war kein Geringerer als der mächtige Kaiser Babarossa, welcher zwischen 1171 und 1174 die Erhebung von Chemnitz zur Stadt vollzog und die Historiker sehen den Bau der Johanniskirche als Teil der kaiserlichen Maßnahmen. Eine Urkunde belegt, dass noch 1264 das staufische Königshaus über das Patronat der Johanniskirche verfügte. Daher wissen wir, dass sie als Königskirche bezeichnet wurde. Dies kann in dem Buch "Geschichte der Stadt Chemnitz" nachgelesen werden. Inzwischen wurde die Johanniskirche dem Jugendpfarramt zur Nutzung überlassen. Unsere Kirchgemeinde betreibt dort aber noch ihre Kinder- und Jugenarbeit oder nutzt die Kirche auch weiterhin zu besonderen Gottesdiensten. Mit der Besiedlung der Chemnitzaue kam es zur Gründung der heutigen Stadt vermutlich zu Beginn des 13.Jahrhunderts. 1254 wird die Jakobikirche erstmalig urkundlich erwähnt. Das ist für uns der Anlass, in diesem Jahr das 750-jährige Jubiläum unserer Kirche zu feiern. Dafür gibt es gute Gründe: Jahrhundertelang war die Jakobikirche das geistige und auch gesellschaftliche Zentrum von Chemnitz. Den Bürgern der Stadt war es wichtig, dass sich inmitten ihres Wohngebietesauch ein Tor zur Ewigkeit befand. Deshalb scheuten sie keine Kosten und Mühe, um ihr Gotteshaus in baulicher und funktioneller Hinsicht den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten. Der romanische Vorgängerbau wurde abgelöst durch eine gotische Hallenkirche, die nach dem Stadtbrand von 1333 errichtet wurde. Eine besondere Leistung war die Errichtung der dreischiffigen Hallenchores zwischen 1405 und 1412 durch das städtische Bürgertum. Dieser Chorraum ist in seiner Größe und Schönheit in Sachsen einmalig. Die Kirche erfuhr im Laufe der Zeit noch viele bauliche Veränderungen. Unbedingt erwähnt werden muss die völlige Neugestaltung der Westfassade im Jugenstil zu Beginn des 20.Jahrhunderts durch die damals berühmten Architekten Schilling und Graebner aus Dresden. Beim Bombenangriff am 5.März 1945 wurde auch die Jakobikirche schwer zerstört. Auch der Chorraum war brandgeschädigt - doch seine Bausubstanz blieb auf wunderbare Weise erhalten. Die Kirchgemeinde verlor mit der Zerstörung nicht nur ihr Gotteshaus mit der jahrhundertealten Superintendentur, sondern auch einen Großteil ihrer Gemeindeglieder. Zwar entstand nach dem Krieg auch mitten in der Stadt einige neue Wohnblöcke. Doch die neu hinzugezogenenBürger gehörten zum großen Teil nicht mehr der Kirche an.Dennoch gelang es nach dem Krieg insbesondere durch das Wirken der damaligen Superintendenten Gerber und Fehlberg, die Gemeinde durch Wort und Sakrament neu aufzubauen. Energisch trieben sie den Wiederaufbau des Kirchengebäudes voran. Leider kam dies in den Jahren um 1970 ins Stocken. Erst nach 1990 kam eine neue Bewegung in das Vorhaben. Die Kirche wurde in ihrer Außenhülle saniert. Gleichzeitig begannen die planerischen Vorarbeiten für die Sanierung des Kircheninneren. In diesem Jahr zum 750-jährigen Jubiläum soll der Satrschuß für die bauliche Erneuerung des Kircheninneren gegeben werden. Unsere Gemeinde betreibt heute eine offene City-Kirchenarbeit. An allen Wochentagen ist das Gotteshaus von 10 - 17 Uhr geöffnet. Inmitten des pulsierenden städtischen Lebens wird als Gegenpol ein Ort der Stille, der Besinnung und des Gebetes angeboten. Die neueingerichtete Kontaktstelle Kirche ist ein Anlaufpunkt für alle an Fragen des Glaubens und der Kirche interessierten Menschen. Das noch ruinöse Kirchenschiff ist der Ort für besondere Gottesdienste, Ausstellungen, Kirchenkaffee und kirchenpädagogische Angebote.

Kontakt: St. Jakobi-Johannis Gemeinde Theaterstr. 25 09111 Chemnitz Tel.: 676 19 12

Autor: Pfr. Bernd Frauenlob

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